

Gendermedizin
Kärnten ist österreichweit die erste Modellregion für die Umsetzung von Gendermedizin. Initiiert wurde dieses Vorhaben von Frau LHStv.in Dr.in Beate Prettner. Selbst Medizinerin, liegt ihr dieses Thema seit Jahren am Herzen. „Es wird immer klarer, wie unterschiedlich sich Krankheitsbilder und Krankheitsverläufe bei Frauen und Männern äußern. Es ist wichtig, dieses Thema und dieses Wissen bekannter zu machen. Es ist nicht zuletzt ein Thema, das Menschenleben retten kann“ sagt Prettner.
Die Gendermedizinerin Miriam Hufgard-Leitner von der MedUni Wien bezeichnete das als „ehrgeizige und einzigartige Initiative“: „Ich habe die monatelangen Vorbereitungen miterlebt – ich bin fasziniert und euphorisch, dass dieses Modell in Kärnten umgesetzt wird“, betonte sie.
In Kärnten wird seit einiger Zeit an dem Thema „Gendermedizin“ gearbeitet und es befinden sich bereits mehrere Projekte in Umsetzung. Es wurde ein Modell entwickelt, dass die Information der Bevölkerung, die Ausbildung im Pflegebereich und die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Ärzte beinhaltet:
- für Ärztinnen und Ärzte (in Kooperation mit ÄK)
- für klinische Pharmazeut:innen
- für Pflegepersonal
- interne Fortbildungen in den Kärntner Krankenanstalten
- Diplom Gendermedizin für Mediziner:innen
- GenderDay auf der FH Kärnten
- verpflichtende Lehrveranstaltungen in GuK Schule
- Vorträge in den Schulen (in Planung)
- Gesunde Gemeinden
- MeinMed.at
- Veranstaltungen für die Bevölkerung
Strategie
Termine
ÖÄK-Diplom „Gender Medicine“
Fortbildungen
Ausbildung
- GenderDay an der FH Kärnten
- Lehrveranstaltung GM an den Gesundheits-und Pflegeschulen
- ÖÄK-Diplom „Gender Medicine“ https://www.arztakademie.at/diplome-zertifikate-cpds/oeaek-diplome/gender-medicine/ https://www.dfpkalender.at/public-dfpkalender/searchAdvanced.jsf ID: 782253
Vorträge
Evaluierung
Das gesamte Projekt wird begleitend wissenschaftlich evaluiert und Fragestellungen zum Bewusstsein über Gendermedizin und ob durch die Modellregion das Wissen über Gendermedizin gesteigert werden kann, geklärt. Die Ergebnisse sollen auch publiziert werden.
Downloads
MeinMed
Vorträge zum Thema Gendermedizin aus der Reihe „Mann und Frau unterschiedlich krank“ zum Nachhören
Demenz
Diabetes
Urologische Erkrankungen
Rheuma
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Der Herzinfarkt
Frauenherzen schlagen anders
Die geschlechterbedingten Unterschiede in Krankheitsverlauf und Symptomatik nicht zu kennen, kann bei bestimmten Krankheiten fatale Folgen haben, wie zum Beispiel im Falle eines Herzinfarkts. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bei Frauen wie Männern die häufigste Todesursache. Doch Frauen, sterben häufiger daran, weil sich andere Symptomen zeigen als bei Männern und der Infarkt oft nicht rechtzeitig erkannt wird.
Symptome des Herzinfarktes
Sehr starke, plötzlich auftretende Schmerzen im Brustkorb. Manchmal strahlt der Schmerz u.a. in die Arme aus. Erstickungs- und Engegefühl, Übelkeit, Brechreiz, Blässe und Kaltschweißigkeit.
Frauen können andere Symptome zeigen: Kurzatmigkeit, Atemnot, Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen. Rückenschmerzen oder Unterkieferschmerzen aber auch unerklärliche Erschöpfung.
Jede Minute zählt: Ruhe bewahren, hinsetzen, Anstrengung vermeiden, den Anweisungen der Notrufzentrale folgen! Weitere Informationen unter:
https://herzinfarkt.independent.it/de/
Die Telelupe: Geschlechtsspezifische Medizin NEO MAGAZIN ROYALE mit Jan Böhmermann
Was ist Gender?
Kontakt
Kärntner Gesundheitsfonds
Bahnhofstraße 24-26/6
A-9020 Klagenfurt am Wörthersee
Tel. 0463 59 55 59 29
Mag.a Paula Dostal (
AKL Abteilung 5 – Gesundheit und Pflege, UA Sanitätswesen: Dr.in Andrea Dorighi (
Büro LR.in Dr.in Beate Prettner: Mag.a Sonja Sattmann-Grabner (
